5 Erziehungstipps bei schwierigen Kindern

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5 Erziehungstipps bei schwierigen Kindern

Die Frage: Was kann ich tun bei schwierigen Kindern? wird mir hĂ€ufig gestellt von hilfesuchenden Eltern. Ich zeige dir in meiner Reihe „Erziehungstipps“ wie du leichter und besser mit einem schwierigen Kind umgehen kannst.

Eltern und Kinder sind heute mit verschiedenen Anforderungen konfrontiert. Es sind nicht nur die Schule oder Kita, die deine Kinder oftmals ĂŒberfordern. Sondern auch der Freizeitstress und die hohen Erwartungen der Eltern und der Umwelt!

Viele Kinder hetzen oftmals von einem Termin zum NĂ€chsten! Erst die Schulaufgaben und das Lernen, dann schnell zur Musikschule oder zum Sportverein. Abends sollen sie noch ihr Zimmer aufrĂ€umen, im Haushalt helfen und sich mit den Eltern austauschen. Das alles ist sehr viel, vor allem fĂŒr Kinder! Dein Kind ist zeitweise sicher mit einigen Dingen ĂŒberfordert, denn ein Kind hat andere BedĂŒrfnisse wie die Erwachsenen.

Wenn Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind,
verleih‘ ihnen FlĂŒgel

Johann Wolfgang von Goethe

Kinder brauchen Freiraum fĂŒr ihre Entwicklung. Deine Kinder möchten sich manchmal einfach nur mit Freunden treffen, alleine chillen oder gemeinsam mit anderen etwas unternehmen. Ganz spontan und ohne Plan. Und alle diese Dinge unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach.

Dein Kind möchte sich manchmal einfach nur mit Freunden treffen, alleine chillen oder gemeinsam mit anderen etwas unternehmen. Ganz spontan und ohne Plan. Und alle diese Dinge unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach – nicht nur fĂŒr Eltern.

Erziehungstipp 1: Schenke deinem Kind liebevolle gemeinsame Zeit

Was das heißt? Ganz egal, ob du alleine mit einem oder mehreren Kindern lebst oder in einem Familienverbund. Dein Kind braucht dich! Und zwar mit deiner ganzen PrĂ€senz! Und ab und zu braucht es dich auch mal ganz alleine, ohne andere! Das Alter des Kindes spielt dabei keine Rolle! Dein Kind braucht dich mit 2 Jahren genauso wie ein 15jĂ€hriger Teenager.

Mit Zeit nehmen und prĂ€sent sein meine ich, nicht nur anwesend zuhause sein. Nein, ich rede von gemeinsamer Zeit zum Spielen, Reden, Lachen, etwas unternehmen oder einfach nur mal auf der Couch kuscheln! Nimm dir diese wertvolle Zeit fĂŒr dein Kind. Du wirst erkennen, welches wunderbare Geschenk diese Zeit sein kann.

Sei ganz fĂŒr dein Kind da. Sei prĂ€sent!

Erziehungstipp 2: Plane regelmĂ€ĂŸig gemeinsame Zeit ein

Ich beobachte bei meinen Hausbesuchen immer wieder, dass Eltern davon ĂŒberzeugt sind, dass sie fĂŒr ihr Kind da sind. Aber stimmt das auch? Schenkst du deinem Kind die liebevolle Aufmerksamkeit, die es braucht?

Nehmen wir mal an, du bist zuhause, dein Kind macht Hausaufgaben. Und was machst du gerade? RĂ€umst du die SpĂŒlmaschine aus oder stellst du kurz mal die Waschmaschine an? Oder erledigst kurz deine Mails am Laptop oder Handy?

Gerade fĂŒr ein kleines Kind ist es wichtig, dass du bei ihm bist. Sitze bei ihm am Tisch und beobachte es, wĂ€hrend es seine Hausaufgaben erledigt. Das brauchst du nicht die ganze Zeit tun, aber immer wieder. So kann es dir Fragen stellen, du kannst es zwischendurch mal loben oder helfen, wenn es nötig ist. Das meine ich mit ‚prĂ€sent sein‘.

Plane regelmĂ€ĂŸige Zeit ein, wie in einem Ritual, was Kinder lieben. Beispielsweise kann dann 1 x wöchentlich zwei Stunden, in denen nur du und dein Kind etwas gemeinsam machen. Das kann Eis essen sein, ein Spiel spielen, Fahrrad fahren, etwas unternehmen. Und am besten immer gleichen Tag zur gleichen Uhrzeit.

Erziehungstipp 3: Frage dein Kind, was es braucht und möchte

Ein weiterer Erziehungstipp bei schwierigen Kindern ist: Sprich mit deinem Kind, was es sich wĂŒnscht und was es braucht. Und akzeptiere das, was es sagt. Je nach Alter kannst du dein Kind dabei unterstĂŒtzen, denn oftmals wissen Kinder gar nicht genau, was sie brauchen oder wollen. Bleibe aber bei deinem Kind und achte darauf, dass du nicht ‚deinen‘ Wunsch erfĂŒllst, sondern den des Kindes.

Lasse dich von den Ideen deiner Tochter oder deines Sohnes inspirieren. Es fĂ€llt dir dann garantiert etwas ein. Dabei kann dir helfen, wenn du einmal in deine eigene Kindheit zurĂŒckdenkst.

Was hast du gerne gemacht als Kind?

Was hast du dir als Kind gewĂŒnscht? Welche Phantasien hattest du und konntest du sie leben und umsetzen? Bei deiner Reise zurĂŒck wirst du dich bestimmt an einige Dinge erinnern. FĂŒhle, was dich berĂŒhrt, auch heute noch als Mama oder Papa. Höre auf dein Herz, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Ein offenes LĂ€cheln öffnet neue TĂŒren und schenkt Vertrauen!

Erziehungstipp 4: Öffne dich fĂŒr ein LĂ€cheln und umarme dein Kind

FĂŒr jedes Kind ist es wichtig zu spĂŒren, dass du es liebst. Dass dein Kind ein liebenswerter und wertvoller Mensch ist, auch wenn es einmal Fehler macht. Lobe dein Kind, lĂ€chle es öfter an. Gerade wenn es etwas verbockt hat. Vertraue und verzeihe ihm die kleinen Fehler.

Kinder dĂŒrfen lernen. Und Kinder dĂŒrfen Fehler machen, genau wie die Großen! Zeige deinem Kind, dass du seine oder ihre Meinung respektierst, auch wenn es manchmal schwerfĂ€llt. Nimm es öfter in den Arm und lĂ€chele es an. Du wirst die Freude und die Liebe in den Augen sehen und in deinem Herzen spĂŒren. Die Liebe verbindet euch immer, egal was im Alltag gerade so passiert.

Erziehungstipp 5: Kinder brauchen Körperkontakt

Bei eurer gemeinsamen Zeit, beim Spielen oder auch unterwegs, nimm dein Kind öfter einmal in den Arm. Einfach nur so oder auch zwischendurch zum ‘Kuscheln’. Der körperliche Kontakt ist fĂŒr die Entwicklung ein wesentlicher und wichtiger Aspekt. Und das gilt nicht nur fĂŒr kleine Kindern.

Der körperliche Kontakt nĂ€hrt unsere Seele. Dein Kind erhĂ€lt durch die körperliche Zuwendung ein besseres Selbstbewusstsein und spĂŒrt, dass es dir vertrauen kann. Sei neugierig und freue dich auf das wunderbare Wesen, dem du das Leben geschenkt hast. Lerne es besser kennen – und du wirst auch an dir neue Seiten entdecken.

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