Familie im Wandel der Zeit

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Seit weit über einem Jahr steht unsere Welt Kopf! Alles verändert sich, egal wo man hinsieht.

Familie im Wandel der Zeit – sicher bist auch Du davon betroffen. In diesem Beitrag zeige ich Dir meine 10 Tipps, wie Du und Deine Familie leichter mit unkontrollierten Gefühlen durch diese schwierige Zeit kommen.

Wie sich Veränderungen im Familienalltag auswirken

Corona und die vielen Auswirkungen sind maßgeblich an all dem Neuen beteiligt. Es wurde schon viel gesagt und geschrieben darüber. Täglich ereifern sich Erwachsene, Kinder und auch Jugendliche in den sozialen Medien darüber. Aber auf die endlosen Diskussionen und Meinungen der anderen möchte ich jetzt gar nicht eingehen. Es geht mir um Dich, um Deine Familie.

Der neue Familienalltag

Familie im Wandel der Zeit – dieses ist überall stark zu spüren. Oftmals höre ich von meinen Klienten, dass der veränderte Familienalltag alle Familienmitglieder am meisten herausfordert. Es ist für alle nicht leicht zu bewerkstelligen. Da gibt es Homeoffice, ständig wechselnde Schulbesuchszeiten, Vorgaben für Freizeitaktivitäten und vieles mehr.

Die ständigen neuen Vorgaben und Regeln nerven uns alle. Nicht nur Dich persönlich, sondern sie belasten auch Deine Kinder und Deine Partnerschaft. Auch die Kinder werden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Das verlangt von allen in der Familie gute Nerven, flexibel und geduldig sein.

Wie sich der Wandel der Zeit auf Dich auswirkt

Die tägliche Informationsflut gibt uns oft das Gefühl manipuliert, verunsichert und gesteuert zu sein. Und wir glauben häufig, wir können daran nichts ändern! Aber das ist nicht ganz richtig. Du kannst etwas ändern!

Alles was da draußen geschieht, beeinflusst Dich und Deine Gefühlswelt. Was Du denkst oder glaubst, hängt ganz von Dir selbst ab. Deine Gefühle werden beeinflusst von vielen Faktoren. Und sie sind geprägt von Deinen Erfahrungen als Kind und wie Du erzogen worden bist. Natürlich auch von dem, was Du im Laufe Deines Lebens erfahren hast.

Vielleicht fahren Deine Gefühle Achterbahn – oder Du fühlst Dich ohnmächtig. Und jetzt?

Was Dir Deine Gefühle sagen wollen

Was spürst Du, wenn plötzlich etwas Unerwartetes, etwas Unangenehmes oder etwas Herausforderndes in Deinem Leben geschieht? Alles, was bisher gut gelaufen ist, funktioniert plötzlich nicht mehr so. Du steckst bereits mitten drinnen, Du und Deine Familie im Wandel der Zeit.

Wenn Du ein ungutes Gefühl wahrnimmst, bist Du einfach nur verunsichert, ängstlich, wütend oder überfordert in diesem Moment.

Das Gefühl von Angst oder Wut ist direkt spürbar, auch wenn Dir Dein Verstand erklärt, dass das gar nicht nötig ist. Aber das Neue, Ungewohnte bewirkt, dass Du dich überfordert fühlst, Angst oder Wut hast. Du spürst vielleicht auch, dass Du die Sache nicht mehr kontrollieren kannst.

Und Deiner Familie geht es genauso. Die Kinder nehmen dieses Gefühlschaos etwas anders war wie die Eltern. Aber sie sind genauso verunsichert wie Du.

Übrigens, Angst und Wut sind zwei Pole. Ein Teil der Menschen versinkt in der Angst, die anderer Teil wird aggressiv und poltert nach außen hin. Aber letztendlich geht es in diesem Moment einfach nicht gut. In meinem Podcast findest Du weitere Informationen zum Thema Ängste.

Was Du tun kannst gegen Deine Angst

Was Dir sofort hilft: Komme zurück in diesen Augenblick – ins Hier und Jetzt! Sei präsent – auch wenn es sich gerade nicht so gut anfühlt.

Wir bewegen uns, oft aus gewohnten Mustern, gedanklich in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Und das meistens unbewusst. Sobald Du gedanklich im vergangenen oder zukünftigen bist, bist Du nicht präsent in diesem Augenblick. Du nimmst Dir selbst die Möglichkeit, die Dinge genau jetzt zu beobachten, zu fühlen, zu sehen und dann dementsprechend zu handeln. Also achte ab sofort darauf.

Bitte hilf vor allem Deinem Kind seine oder ihre Gefühle wahrzunehmen oder auszudrücken. Vor allem, wenn es ihm oder ihr schlecht geht. Alles das, was ich Dir empfehle, wende gerne auch bei Deinen Kindern an.

Im Hier und Jetzt sein – präsent sein!

10 Tipps um Deine Gefühle leichter zu kontrollieren

Werde Dir zuerst klar, was du fühlst, was Du willst und was Du tun willst. Diese Klarheit erreichst Du, indem Du Folgendes tust:

1. Atme einige Male tief ein und aus.

Fühle den Boden unter Deinen Füßen. Spüre auch Deinen Körper. Mache das, wenn möglich, ruhig 1 bis 3 Minuten lang. Durch das Atmen wirst du ruhiger und klarer. Erde Dich und komme in Deinen Körper zurück. Denn häufig sind wir zu sehr im Kopf und nicht mehr im Körper in diesem Augenblick.

2. Betrachte die Situation aus der Vogelperspektive, in der Du steckst.

Was davon ist real? Was ist davon passiert nur in Deinem Kopf? Zeigt Dir Deine Phantasie gerade einen Actionfilm? Das alles passiert in wenigen Millisekunden in Deinem Kopf.

3. Spüre Deine Gefühle – sie sind nicht gefährlich und gehen vorbei.

Du bist nicht Deine Gefühle, Du bist viel mehr als das. Und hast viel mehr Kraft und Potential, als Du glaubst.

Wenn Du Angst spürst, nimm sie wahr. Wenn es Wut ist, nimm sie wahr. Und tue einfach nichts damit. Fühle einfach hinein, mehr nicht. Die Gefühle beruhigen sich und Du wirst klarer im Kopf.

4. Lasse Dich nicht so schnell manipulieren

Sei Dir bewusst darüber, wie schnell das geht. Meistens passiert das unterbewusst, deshalb merken wir es oft erst später. Also, sei achtsam und prüfe das Gesagte auf Deine Wahrheit hin.

5. Manipuliere Du auch nicht die anderen

Achte bitte darauf, es passiert sehr schnell. Denn wenn wir ein bestimmtes Ziel erreichen wollen überlegen wir uns ja einen Weg dorthin. Und der entspricht nicht unbedingt dem des Gegenübers. Bleibe fair und klar.

6. Mache Dir bewusst, was Du willst

Lasse Dich nicht zu sehr aus dem Augenblick hin beeinflussen. Denke mit ein bisschen Abstand noch einmal über die möglichen Lösungen nach. Lasse Dir etwas Zeit. Das können ein paar Sekunden oder auch zwei Tage sein.

7. Sei achtsam und aufmerksam mit dem, was Du sprichst oder was Du tust.

Überlege in schwierigen Situationen ruhig erst einmal, bevor Du sprichst. Mir hilft dabei oft das Zählen: 21, 22, 23 innerlich zählen. Diese drei Sekunden, die kleine Pause, hilft Dir Dich wieder zu sortieren und klarer zu werden.

8. Sage Deine Meinung, wenn es sinnvoll ist

Manchmal ist es gut zu sprechen, manchmal ist es gut zu schweigen. Überlege Dir und sei mutig, Deine Meinung auszusprechen, Du darfst das tun. Nur achte darauf, dass Du in einer möglichst ausgeglichenen Stimmung dabei bist.

9. Verändere, was möglich ist

Wenn Du weißt, was Du willst, fange mit dem ersten Schritt an. Sei mutig, auch wenn es anderen Menschen nicht gefällt.

10. Übernehme die Verantwortung und sei konsequent

Nicht jede Entscheidung wird von Deiner Familie oder anderen Menschen gerne gesehen. Überlege Dir gut, welche Konsequenzen Deine Entscheidung für Dich und Deine Familie bedeutet. Und welche Auswirkungen sie auf andere haben.

Familie im Wandel – Wie Du Deiner Familie helfen kannst

Alles das, was Du hier gelesen hast, kannst Du gerne mit Deinem Partner oder Partnerin besprechen. Vielleicht überlegt ihr euch beide einen Plan, wie ihr den Kindern helfen könnt, ganz praktisch.

Oder Du sprichst direkt mit Deinem Kind wenn es mal wütend oder ängstlich ist. Hilf Deinem Kind die Schritte zu gehen. Stelle die richtigen Fragen und bespreche dann einen möglichen Lösungsweg. Das klappt auch mit kleinen Kindern gut.

Unterstütze Dein Kind darin, die Gefühle wahrzunehmen oder auszudrücken. Auch wenn die Angst sehr groß ist. Und wenn Du selbst jetzt noch Fragen hast, melde Dich gerne bei mir.

Weitere Tipps zum Thema Erziehung findest Du auch auf meiner Seite Erziehungsberatung. Oder auf meinem YouTube Kanal.

Jetzt wünsche ich Dir viel Erfolg beim Umsetzen und Ausprobieren meiner Tipps.